Der Kopf der unter Druck aufblüht

Sabine Kraus • 14. Mai 2025

Kreativität, die wächst, wenn das Leben drückt.


Ich möchte dich heute dazu einladen, über deinen Umgang mit innerem und äußerem Druck nachzudenken und darüber, wie sich Druck auf dein Verhalten in deinem Business auswirken kann.


Unter Druck zu arbeiten, hat für viele einen negativen Beigeschmack. Ich glaube jedoch, es geht nicht um die Tatsache an sich, sondern vielmehr darum, dass wir oft die Balance verlieren, wenn Druck im Spiel ist – besonders dann, wenn wir unter Druck gut arbeiten können. Es geht vielmehr darum, den Druck positiv zu nutzen, ohne sich zu überlasten oder auszubrennen.


Zwischen Prokrastination und Produktivität


Ich habe lange geglaubt, dass ich mehr Zeit brauche, um in einen kreativen Flow zu kommen. Doch ich habe gemerkt, dass ich unter Druck tatsächlich gut arbeite! Zwar stresst er mich auch, aber gleichzeitig sprudeln die Ideen nur so aus mir heraus. Mein Fokus wird klar, und plötzlich bin ich produktiv und kreativ, wo vorher nur Prokrastination war. Ich brauche äußere Impulse, um meine Kreativität und Problemlösefähigkeiten zu aktivieren.


Je herausfordernder die Situation, desto kreativer – was mich manchmal nervt. Ohne Druck lasse ich mich leicht ablenken, weil mir der Fokus fehlt. Mein Wunsch nach Ruhe hat aber auch seine Berechtigung – nicht wegen des Drucks an sich, sondern weil ich die Balance oft nicht einhalte und ‚Pausen‘ zu oft ignoriere. Zudem verwechsle ich immer noch oft den Faktor Zeit mit Ruhe. Ich brauche beim Arbeiten Ruhe – also Stille und ungestörte Zeit. Geräusche, Lärm und ständige Störungen stressen mich, nicht der Abgabetermin an sich oder eine knifflige Situation.


Druck als Motivator: Die Kunst, gesund und produktiv zu bleiben


Daher möchte ich in diesem Beitrag das Thema Druck aus zwei Perspektiven betrachten. Zuerst werde ich dir vier Typen beschreiben, in denen du dich vielleicht (teilweise) wiederfinden kannst. Danach werde ich auf vier Gene Keys in meinem Profil eingehen und erläutern, wie ich sie im Hinblick auf das Thema Druck erlebe und wie sie mich persönlich in einen Transformationsprozess führen.


Der Perfektionist (in dir)

Der Perfektionist fordert sich selbst gerne heraus. Unter Druck sieht er Details oft klarer, arbeitet präziser und setzt mentale Mechanismen in Gang, die ihm helfen, neue Denkansätze zu entwickeln und alte Denkmuster zu durchbrechen. Der Perfektionist in uns entfaltet unter Druck im besten Fall unsere wahre Stärke, weil er Stress in Fokussierung umwandelt und in Details plötzlich eine tiefe Erfüllung findet. So wird kreative Energie freigesetzt, und innovative Lösungen, die im Alltag oft im Verborgenen bleiben, kommen ans Licht.


Der Uncover-Innovator (in dir)

Der Undercover-Innovator strahlt so direkt nicht unbedingt ein hohes Maß an Selbstbewusstsein oder Durchsetzungsvermögen aus, sondern eher eine gewisse Sanftheit und Nachgiebigkeit. Doch unter Druck entdeckt dieser Typus ungeahnte Ressourcen. Er entfaltet seine Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten, wenn der Druck richtig steigt – vielleicht weil er merkt, dass er keine andere Wahl hat, als abzuliefern. Der Drang, schnell Ergebnisse zu erzielen, schaltet seine inneren Blockaden ab und setzt verborgene Potenziale frei.


Teamplayer (in dir)

Dann gibt es noch den Teamplayer, der seine Kreativität am besten entfaltet, wenn er in einer Gruppe arbeitet. Der Druck, im Team zu liefern, stärkt die Motivation und führt zu noch kreativeren Ergebnissen. Natürlich spielt auch der Wunsch, gut dazustehen und sich zu beweisen, eine Rolle. In erster Linie geht es jedoch darum, gemeinsam zu wachsen und die Synergie der Gruppe zu nutzen.


Erfahrungsprofi (in dir)

Der Erfahrungsprofi sieht Druck als Anreiz, um erneut die Erfahrung zu machen, dass er seine ihm bekannten Fähigkeiten gezielt einsetzen kann. Diese Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wie sie in stressigen Situationen ruhig bleiben und kreative Denkprozesse aufrechterhalten, dank ihrer Erfahrungswerte.


Du siehst, jeder dieser Typen oder Anteile in dir geht anders mit Druck um, doch alle entfalten ihre Kreativität und Leistungsfähigkeit am besten, wenn der Druck steigt. Druck und Herausforderung sind eine Einladung zu persönlichem Wachstum um Dunkelheit in Licht zu verwandeln.


Welcher Anteil in dir reagiert auf Druck – und wie?


  • Beobachte in den nächsten Tagen bewusst, in welchen Momenten du ins Handeln kommst:
  • Ist es der nahende Abgabetermin, der kreative Austausch mit anderen oder das Wissen um deine Erfahrung?
  • Vielleicht ist der Druck kein Feind, sondern ein stiller Hinweis deiner Seele, dass du bereit bist, zu wachsen.
  • Finde deinen eigenen Rhythmus – zwischen Stille und Spannung, zwischen Prokrastination und Schöpfungskraft.


Alles Liebe, Sabine

von Sabine Kraus 26. August 2025
Kreativität ist kein Luxus – Kinder brauchen Räume für Gefühle Jetzt, zum Schulstart, ist es mir ein Anliegen, einmal über das Thema Lernen und Schule zu schreiben.  Für mich persönlich war die Schulzeit meiner Kinder ein sehr kräftezehrendes Abenteuer – und genau deshalb ist es mir wichtig zu zeigen, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig in ihren Bedürfnissen ernst zu nehmen und zu unterstützen.
von Sabine Kraus 18. August 2025
NeuroGraphik - Meine ersten Schritte In der letzten Woche habe ich mich entschieden, mein Wissen zur NeuroGraphik zu vertiefen und mich direkt zu einem NeuroGraphik Basiskurs angemeldet. Am Wochenende konnte ich es dann kaum erwarten: Ich habe mir die ersten drei Webinare angesehen und gefühlt 24/7 geschaut und gezeichnet, weil es soviel Spass machte.
von Sabine Kraus 11. August 2025
Im Hier und Jetzt ankommen – neue Perspektiven entdecken Unser Leben ist wie ein Strom, der unaufhaltsam weiterfließt – von der Quelle bis zur Mündung. Zwischen To-do-Listen, Gesprächen, sozialen Medien, endlosen Informationen, Beziehungsgeschichten und Beruf – und inzwischen auch der leisen, aber allgegenwärtigen Präsenz künstlicher Intelligenz – vergessen wir oft, dass das Leben immer nur im Moment geschieht. Wir treiben im Fluss der Veränderung und verlieren in all dem leicht den Kontakt zu uns selbst – zu unserer leisen inneren Stimme, die uns sagt, was wir wirklich wollen und brauchen.
von Sabine Kraus 8. August 2025
Kreatives Wachstum und Selbstwert. Individuelle „Blumen des Lebens“ und ein Dankbarkeitsbaum als Symbol für Gemeinschaft und persönliche Spuren.
von Sabine Kraus 4. August 2025
Wenn das System zu eng wird – Kunsttherapie für besondere Kinder Warum ich Kinder begleite, die „anders ticken“  Ich begleite Kinder, die „anders ticken“, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer es sein kann, sich in einem System zurechtzufinden, das vor allem die Norm sieht und alles Abweichende oft als „falsch“ bewertet. Auch ich habe als Kind und Jugendliche erlebt, wie schnell man als zu sensibel, zu wahrnehmend oder „besserwisserisch“ abgestempelt wird und sich dadurch immer wieder selbst in Frage stellt. Ebenso durfte ich mit meinen eigenen Kindern erfahren, wie oft ein Verhalten, das von der Norm abweicht – nicht nur in der Schule, sondern auch innerhalb der Familie und in Beziehungen – schnell als „schwierig“ abgestempelt wird.
von Sabine Kraus 2. August 2025
Kunsttherapie Oberberg Heute möchte ich dir Kunsttherapie Oberberg vorstellen – Mein Atelier für Prävention und Selbstausdruck, in dem ich Kunsttherapie und künstlerische Biografiearbeit anbiete – ergänzt durch wechselnde Workshops. Mein Angebot richtet sich in erster Linie an Erwachsene, die sich innerlich neu sortieren wollen oder privat wie beruflich eine neue Richtung einschlagen möchten. Besonders am Herzen liegen mir Menschen, die „anders ticken“ – Hochsensible, Hochbegabte, Kreative, Künstler und alle, die abseits gängiger Lebens-, Liebes- und Arbeitsformen ihren eigenen Weg suchen. Denn in unserer Gesellschaft ist es oft nicht leicht, die eigene Vielfalt anzunehmen und zu integrieren. Generell ist es mir ein großes Anliegen, dass wir lernen, Vielschichtigkeit und Kreativität als Stärke zu begreifen, um mental, emotional sowie intuitiv gestärkt und selbstbestimmt die Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern.
von Sabine Kraus 27. Juli 2025
. KunstLogbuch KW 30 In diesem Beitrag nehme ich dich mit in einen Ausschnitt meines Malprozesses. Dabei zeige ich dir, wie Gedanken, Gefühle und innere Spannungen in der Arbeit am Bild sichtbar werden und sich wandeln. Es geht nicht nur um Farben und Formen, sondern um eine innere Reise – und dass am Ende ein Bild entsteht, das als persönlicher Anker dienen kann. Zwischen Freude und Erwartungsdruck: Was im Malprozess sichtbar wird In den letzten zwei Wochen ist mir immer wieder aufgefallen, wie schwer es vielen Menschen fällt, wirklich ihrer Freude zu folgen. I ch schließe mich da ein, denn auch bei mir schaltet sich oft der Verstand ein und flüstert: "Nur aus Freude zu handeln reicht nicht. Das ist nicht sinnvoll genug." So passiert es schnell, dass wir äußeren Erwartungen folgen, um den entstandenen inneren Druck auszugleichen. Meist greifen wir dafür auf vertraute, aber längst nicht mehr hilfreiche Muster zurück – einfach, weil sie uns so vertraut sind. Vom Gedanken zum malerischen Prozess Wenn ich von transformativer Malerei spreche, gestaltet sich der Beginn oft so: Es ist, als würde eine „Frequenz“ rufen, die sichtbar gemacht und verwandelt werden möchte. Diesmal ist es eine Energie der Zersplitterung. Eine, die zwischen Freude und Druck schwankt . Einerseits strebt sie nach Freiheit und Leichtigkeit, andererseits wird sie von vielen Hindernissen gebremst. Gleichzeitig ist es ein kollektives Gedankengut, das vermittelt: "Sinn und Sinnhaftigkeit sind eher mit Schwere verbunden als mit Freude." Spiel, Zweifel, Stillstand Der Einstieg ins Malen war leicht: spielerisches Tun mit Farben, Pinseln, Händen – spontan und voller guter Laune. Doch dann tauchten Zweifel auf, und mein Verstand begann zu fragen: Was mache ich hier eigentlich? Macht das Sinn? Wohin soll das führen? Das ist doch nur Chaos. Diesen Moment kennst du vielleicht selbst – auch wenn woanders. Man ist mitten drin, und plötzlich meldet sich der innere Kritiker, eine Stimme, die alles infrage stellt. Die Freude am Tun rückt in den Hintergrund, und der Verstand übernimmt. Für mich ist das meist der Moment, in dem ich innehalte und eine Pause mache. Ein Bild entsteht selten in einem Zug. Es braucht Momente des Betrachtens, damit sich etwas wandeln kann.
von Sabine Kraus 20. Juli 2025
. KunstLogbuch KW 29 Mit den Händen hören In den letzten Tagen habe ich mich intensiv mit dem Thema Körper beschäftigt – damit, dass wir einen Körper haben, aber nicht nur unser Körper sind. Und doch ist es oft der Körper, der als erste – und manchmal letzte – Instanz zeigt, wenn wir uns selbst übergehen oder unseren Weg verlieren. Daher lade ich dich mit diesem KunstLogbuch zu einem besonderen Workshop ein.  Worum geht’s? Im Workshop geht es darum, in Kontakt mit dir selbst, deinem Körper und deinem Erleben im Zusammenspiel mit deiner Umwelt zu kommen. Ziel ist es, deine Eigenwahrnehmung zu stärken und ein positives Selbstbild zu fördern – durch achtsames, kreatives Gestalten. Wir arbeiten mit Ton – formen körperliche Figuren, Torsi, abstrakte oder ganz persönliche Gestalten. Unsere Hände führen uns, wir spüren, was entsteht – und öffnen uns den inneren Stimmen, die uns begleiten. ✨ Wenn dich das anspricht, melde dich gerne an. Ich freue mich auf dich!
von Sabine Kraus 13. Juli 2025
KunstLogbuch vom 07.–13. Juli 2025 Wenn kleine Dinge große Wirkung haben Diese Woche durfte ich wieder einmal erleben, wie schnell ich aus meinem kreativen Rhythmus gerissen werde – und wie schwer es mir oft fällt, wieder hineinzufinden. Die Auslöser sind dabei ganz unterschiedlich und wirken oft überraschend stark: eine unerwartete berufliche Anfrage, ein Kind, das nach Aufmerksamkeit verlangt, ein plötzliches Telefonat. Selbst lang ersehnte wichtige positive Entscheidungen können mich innerlich aus dem Gleichgewicht bringen, wenn sich der angestaute Stress unvermittelt entlädt Und dann sind da zwischenmenschliche Begegnungen, die mich unerwartet tief berühren, weil ich die Person – oder mein eigenes Wertesystem – in einem neuen Licht sehe. Dabei fühle ich mich aufgefordert, meine Grenzen neu zu spüren und klar zu setzen. Vielleicht kennst du das auch, dass eine Begegnung dich plötzlich aus deiner Mitte bringt – oder, aus einer größeren Perspektive betrachtet, zu ihr zurückführt.
von Sabine Kraus 6. Juli 2025
KunstLogbuch vom 30.06. - 06.07.2025 Im Land der goldenen Bäume In der vergangenen Woche hat mich ein Bild besonders begleitet. Daher ist dieses Bild diesmal Ausgangspunkt für diesen Kunstlogbuch-Eintrag. Es ist ein Werk, das ich vor sieben Jahren gemalt habe und das seit einiger Zeit in unserem Eingangsbereich hängt: Im Land der goldenen Bäume.